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Stadt.Land.Nachhaltig – die Themen des #DKK22

Die Themen Klimaschutz und Klimafolgenanpassung stehen in der gesellschaftlichen Debatte und so auch auf dem Kongress weit vorne auf der Tagesordnung. Der Wandel hin zu einer klimaneutralen Industrienation wird nicht ohne Engagement und auch nicht ohne Einschnitte für jeden Einzelnen und die Gesellschaft insgesamt gelingen können. Um Akzeptanz zu schaffen, brauchen wir natürlich Geld und Personal, aber auch die Bereitschaft, Zugeständnisse zu machen und Kompromisse offen zu diskutieren. Dieser Prozess ist ebenfalls Teil einer nachhaltigen Strategie, die wir offen konzeptionieren und kommunizieren müssen, um als resiliente Gesellschaft gestärkt aus dem Reformprozess hervorzugehen.

Dazu gehört auch das Thema Energieversorgung. Aus aktuellem Anlass ist der Druck hoch, um den Wandel hin zu regenerativen Energien schnellstmöglich umzusetzen. Die neuen Herausforderungen, nicht nur bei der Energiewende, sondern etwa auch etwa beim Thema Katastrophenschutz, werden uns zwingen auf ausufernde Bürokratie zu verzichten, wenn wir die notwendigen Ziele erreichen wollen. Das gilt auch in fast allen anderen Bereichen. Das Beispiel der Digitalisierung hat deutlich gemacht, dass wir mit unseren Reformprozessen auch im Vergleich zu vielen anderen Ländern deutlich zu langsam sind. Nicht anders ist es in vielen sozialen Bereichen.

Deutschland ist in vielen Bereichen gespalten. Nicht in der Gesellschaft, wie es so mancher Querdenker herbeiredet, sondern viel mehr in geografische Einheiten mit unterschiedlichen Voraussetzungen. Fehlende Mobilitätsangebote, eine schlechte Breitband- und Mobilfunkanbindung, Unterschiede in der gesundheitlichen Versorgung und fehlende Kultur- und Freizeitangebote verdeutlichen massive Unterschiede zwischen in der Regel gut versorgten Ballungsräumen und teilweise schlecht angebundenen ländlichen Regionen. Über gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land, in Ost und West darf nicht mehr nur geredet werden, sondern sie müssen angepackt und realisiert werden. In den Fachforen und Symposien des Deutschen Kommunalkongresses wird unter anderem zu diesen Themen über gute Beispiele und nachahmenswerte Projekte berichtet und mit Teilnehmerinnen und Teilnehmern über innovative Lösungsansätze gesprochen, um gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land nicht aus dem Blick zu verlieren.

Für eine nachhaltige, resiliente Politik muss Deutschland mehr denn je anpassungsbereit und flexibel sein. Es gilt nun, die erforderlichen Weichen zu stellen, um die Folgen der Krisen abzufedern und zugleich notwendige Reformprozesse anzustoßen. Es gilt, sich von Standards zu verabschieden, anstatt neue zum Teil einengende Regeln zu schaffen, die Politik und Entscheidungsfindung behäbig machen. Wenn eine nachhaltige Transformation der Gesellschaft gelingen soll, müssen Kommunikationsstrategien entwickelt werden, um für die gemeinsame Sache zu werben. Das ist das Ziel – gemeinsam mit unseren rund 800 Teilnehmerinnen und Teilnehmern – für den Deutschen Kommunalkongress: „Stadt.Land.Nachhaltig – Zukunft vor Ort gestalten“ .

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