Nachhaltigkeit bei Logistikimmobilien: Mehrwerte schaffen

Durch die zunehmende Dringlichkeit des Klimawandels gewinnt Nachhaltigkeit nicht nur für Länder, sondern auch für Kommunen an Bedeutung. Für eine ganzheitliche Strategie zum Schutz von Klima, Umwelt und Artenvielfalt bieten sich Lösungen und Konzepte aus dem Wirtschaftsbereich Logistik an, darunter aus dem Logistikimmobilien-Segment. Obwohl Gebäude einen vergleichsweise geringen Anteil der Emissionen von Treibhausgasen wie CO2 aufweisen, ist ihr Nachhaltigkeitspotenzial enorm.

ESG-Kriterien: Nachvollziehbare Standards nachhaltiger Entwicklung 

Auch für Panattoni, dem führenden Projektentwickler für Industrie- und Logistikimmobilien in Europa, ist Nachhaltigkeit neben den Standortfaktoren und der Arbeitskraftverfügbarkeit einer der Schlüsselfaktoren erfolgreicher Ansiedlungsvorhaben. Dazu setzt der Entwickler auf ein hohes Maß an Drittverwendungsfähigkeit der realisierten Immobilien, um die Wiedervermietungschancen zu erhöhen, sowie auf die überwiegende Entwicklung auf Brachflächen. Derartige Brownfield-Vorhaben schaffen dringend benötigte Logistikflächen ohne grüne Wiese versiegeln zu müssen. 

Bei der Immobilienerrichtung steht bei Panattoni die Einhaltung der international anerkannten ESG-Kriterien mit den Nachhaltigkeitsbereichen Environmental (Umwelt und Klima), Social (Soziales), und Governance (Unternehmens- und Mitarbeiterführung) im Fokus. Dies bietet nicht nur Immobilien-Nutzern, sondern auch Gemeinden und der Bevölkerung nachvollziehbare Kriterien nachhaltiger Projektentwicklung und sorgt für Transparenz.  

Mit dem Neubau für die Spielkartenfabrik Altenburg GmbH im thüringischen Altenburg beispielsweise realisiert Panattoni ein Projekt, das die kommunalen Ziele unterstützt und neue Maßstäbe im Bereich umwelt- und klimaschonender Immobilienrealisierung setzt. Dabei strebt Panattoni eine Zertifizierung nach DGNB-Platin im Rahmen des Kriterienkatalogs der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen an und realisiert ein umfangreiches Maßnahmenpaket. Dazu gehören u. a. die Installation einer Zisterne zur Wassersammlung und Nutzung für WC-Spülungen und Bewässerung, die Installation von E-Ladestationen sowie die Vorrüstung der Dachkonstruktion des neuen Gebäudes für eine Photovoltaikanlage. Die Außenanlagen der Immobilie konzipiert Panattoni mit Boule- und Grillplatz als Wellbeing-Bereiche für die Mitarbeitenden. 

Nachhaltigkeitspotenziale im Bereich City-Logistik

Auch für den immer wichtiger werdenden Bereich der Citylogistik verfügt Panattoni über Konzepte zum Schutz von Klima und Umwelt. Mit den City Docks errichtet der Entwickler urbane Business Parks, die aufgrund ihrer zentralen Lage und Anbindung auch und gerade für Dienstleister aus dem KEP-Segment (Kurier, Express, Paket) attraktiv sind. In Kirchheim bei München, eines von 10 landesweiten City-Dock-Projekten, arbeitet Panattoni mit der Gemeinde und der Wirtschaftsförderung zur Schaffung neuer städtebaulicher Akzente zusammen. Dazu revitalisiert das Unternehmen das Grundstück eines ehemaligen Gleisbauunternehmens inklusive des vollständigen Rückbaus der Bestandsgebäude und der vorhandenen Gleisanlagen. 

Zudem setzt Panattoni erstmalig die neuartige Luftfilteranlage „CityTree“ des Start-Ups Green City Solutions ein. Die Lösung leistet einen Beitrag zur Verbesserung der Luft in Städten durch eine Reduzierung der Feinstaubbelastung um fast 50 Prozent. Des Weiteren ist eine umfangreiche Begrünung der Fassaden- und Dachflächen vorgesehen, die Installation einer Photovoltaik-Anlage zur emissionsarmen Energieversorgung sowie Einrichtungen zur Förderung der natürlichen Artenvielfalt wie z. B. Insektenhotels. Das „CityTree“ sorgt dabei nicht nur für saubere Luft, sondern ist ein attraktiver Treffpunkt für Nutzer und Mitarbeitende der Immobilie. 

Autor: Fred-Markus Bohne, Managing Partner bei Panattoni